Der Weg ist das Ziel
Es war kurz nach
zehn, als ich etwas verspätet über den Parkplatz lief. Der letzte
Geschäftstermin heute, mit einem wichtigen Kunden für ein großes
Filmprojekt, hatte sich endlos gezogen und dann dauerte es auch noch
eine ganze Weile, bis ich den diskret versteckten Club im
Industriegebiet gefunden hatte.
Nachdem ich der freundlichen jungen Dame am Einlass mein Anliegen
erklärt hatte und eingelassen wurde, ging ich eine Treppe hinab und
gelangte in einen dunklen schlauchartigen Gang. Mattes rotes Licht
verbreitete eine intime, schummrige Atmosphäre. Drei Männer kamen
mir entgegen, angeregt plaudernd und lachend. Einer von ihnen nickte
mir zu und grinste vieldeutig. Wussten sie, wer ich war? Oder war
das Lachen eine Andeutung dafür, was mich erwartete?
Ich war noch nie hier gewesen und hatte keine Ahnung, wo ich sie
finden würde. In der Ferne hörte ich Musik, an der ich mich
orientierte. Mehrere Räume gingen rechts und links ab, teilweise
waren es Umkleiden und Toiletten, in denen ich mehrere Personen sah
oder sich unterhalten hörte. Dann knickte der Gang nach rechts ab
und führte durch einen Vorhang aus halbtransparenten bunten
Glasperlen, durch die wilde Lichteffekte flackerten.
Als ich eintrat, musste ich erst einen Moment innehalten, zu stark
waren die Reize die auf mich einströmten. Der Raum war länglich und
etwa 40 Quadratmeter groß. Eine Discokugel drehte sich an der Decke,
mehrfarbige Scheinwerfer rotierten und tauchten dadurch den Raum in
ein Feuerwerk aus Farben. Obwohl draußen die Sonne gerade erst
unterging, gab es hier kein Tageslicht, alle Fenster waren verhängt.
Aus großformatigen Lautsprecherboxen tönte rockige Musik, daneben
verströmte in gewissen Abständen eine Nebelmaschine zischend ihre
Ladung.
Mehrere Personen waren im Raum verteilt, standen in kleinen
Grüppchen zusammen und unterhielten sich. Die meisten hielten
Getränke in den Händen, die allerdings fast alle bereits leer waren.
Ein paar waren am Rauchen. Es waren ausnahmslos Männer, alte und
junge, dicke und dünne, trainierte, tätowierte und Normalos in
unterschiedlichsten Variationen. Sie alle waren mehr oder weniger
nackt, ein paar trugen Lack- oder Latex-Wäsche und Accessoires.
Einige hatten Cock-Ringe an ihren halb erschlafften Gliedern
stecken. Schweiß glitzerte im Licht der Discokugel auf nackter Haut,
der ein oder andere wischte sich mit Taschentüchern Stirn oder
Schritt. Ganz offensichtlich war hier eine wilde Party im Moment
ihrer Auflösung begriffen.
Einige der Männer schauten mich irritiert an, da ich in meinem
Business-Outfit optisch ziemlich aus der Reihe fiel. Links von mir
war eine Theke, an der mehrere Personen lehnten oder auf Barhockern
saßen, tranken und sich entspannt unterhielten. Ihr Blick war auf
die Mitte des Raumes gerichtet. Und dort sah ich sie.
***
Jamila lag auf einer großen Latexmatratze in der Mitte des Raumes,
auf dem Rücken, die Beine aufgestellt und leicht gespreizt. Sie trug
nur einen Strapsgurt aus Spitze und Nylonstrümpfe, beides schwarz,
und ein breites Lederhalsband, sonst nichts. Da sie mit dem Kopf zum
Eingang lag, konnte sie nicht sehen, dass ich gekommen war. Sie
rauchte entspannt eine Zigarette und pustete den Rauch nach oben in
die Luft. Ihre linke Hand lag zwischen ihren Schenkeln und rieb ganz
leicht ihre Klitoris. Ab und zu tauchte sie ihre Hand in eine
Plastikschüssel, in der Eiswürfel in Wasser schwammen, und träufelte
das kühle Nass über ihre Vulva. Bunte Splitter aus Licht zuckten
über ihren Körper und gaben der Szene etwas Surreales. Instinktiv
griff ich nach meiner Kamera und begann damit, Fotos von ihr zu
machen.
Erst jetzt fiel mir der Geruch auf, der den Raum erfüllte. Er war
überwältigend und die Sinne benebelnd. Seine Ursache zu finden, war
nicht schwer. Jamila lag in einer Lache aus Urin, dort wo die
Matratze durch ihr Gewicht vertieft war stand es sicherlich zwei
Fingerbreit hoch. Ihre langen schwarzen Haare lagen ausgebreitet wie
ein Fächer in der Nässe, ihre Strümpfe leuchteten feucht im Licht
der Scheinwerfer. Zusätzlich war ihr ganzer Oberkörper von
glänzenden Spermaspuren verziert, deren Schwerpunkt sich auf ihren
Brüsten fand. Auch auf ihrem Hals, ihren Wangen, ihrer Stirn und in
ihren Haaren klebten Samen, ebenso wie auf ihren Strümpfen.
Wie es aussah, hatte Jamila ihren Spaß gehabt.
Ich trat näher an sie heran und ließ erneut den Fokus der Kamera
über ihren Körper gleiten. Einige der Männer begannen zu grinsen,
sie schienen eine Erkenntnis zu haben, in welchem Verhältnis ich zu
Jamila stand. Neugierig warteten sie ab, ob ihnen noch etwas geboten
würde, aber ich hatte erst einmal keine Ambitionen was das anging.
Um es noch einmal zu erwähnen: der Gestank war atemberaubend. Es
schien den Anwesenden nicht aufzufallen, aber beim Betreten des
Raumes war es so, als ob man gegen eine Wand lief. Ich hatte Jamila
schon in den unglaublichsten Stadien der Versauung erlebt und oft
genug auch dazu beigetragen, und natürlich war Natursekt ein fester
Bestandteil unserer perversen Spiele. Einen Piss-Gangbang hatte ich
aber persönlich noch nicht erlebt, sondern kannte es nur von Videos.
Und ich muss ehrlich gestehen, dass mir von dem Geruch ein bisschen
übel wurde. Als ich jedoch sah, wie entspannt und zufrieden Jamila
in der Brühe lag, wie sie in aller Seelenruhe ihre Zigarette
rauchte, unterdrückte ich meine Ekelgefühle und ging neben ihr in
die Knie.
"Hey, da bin ich. Sorry dass ich so spät bin, aber der letzte Kunde
heute wollte einfach nicht zum Schluss kommen."
Jamila drehte ihren Kopf zu mir, was eine plätschernde
Wellenbewegung auslöste, und lächelte.
"Hey, kein Problem, wir sind schon eine Weile fertig hier, aber ich
bin noch am chillen, alles ganz relaxed!"
Sie drückte die Zigarette in einem Aschenbecher aus und strich dann
mit den Fingerkuppen über ihre Brüste, wo sie das flockig geronnene
Sperma verrieb.
Es war schwer zu schätzen, wie viele Männer sich auf ihr verewigt
hatten. Aktuell im Raum befand sich noch etwa ein halbes Dutzend
Personen, ebenso viele waren bereits gegangen seit ich gekommen war,
mindestens ein halbes Dutzend hatte ich im Gang gesehen. Zwei
Dutzend? Wenn die Sache schon länger zu Ende war, waren womöglich
noch etliche mehr bereits gegangen bevor ich kam. Drei Dutzend? Es
war kaum vorstellbar. Daher fragte ich sie:
"Wie viele waren da?"
Jamila ließ nun beide Hände über ihre feuchten Brüste kreisen,
wodurch sich weiße Klumpen an ihren harten Nippeln sammelten.
"22"
Ich lachte: "Ernsthaft?" Jamila musste ebenfalls lachen: "Ja, kein
Scheiß, es waren 22. Stell dir vor! Was für ein Zufall! Es hatten
sich fast doppelt so viele angemeldet, aber wie meistens kamen dann
nicht alle. Ok, eigentlich waren es 21, aber mit Manfred" -- sie
winkte in Richtung des Barkeepers, der ihr zur Antwort einen
Kussmund zuwarf -- "kommen wir auf 22. Die magische Zahl. Wenn das
kein Zeichen ist!"
Sie kicherte und fuhr mit beiden Händen durch den See aus Urin, in
dem sie lag. Mit den Handflächen schaufelte sie die herb duftende
Flüssigkeit auf ihre Brüste, wo sie dann weiter das Sperma damit
verrieb.
***
Wie so oft erstaunte mich Jamila. Während ich ein Würgen
unterdrücken musste, genoss sie den Moment und die Situation, als
sei es das Normalste der Welt.
Wir hatten in der Vergangenheit schon heftige Orgien zusammen
zelebriert, mit Litern von Körperflüssigkeiten, die auf Jamila
herniederprasselten. Doch so einen Exzess wie heute hatte es noch
nicht gegeben. Dabei war ein solcher schon lange ein Wunsch von ihr
gewesen.
Jamila hatte sich mit einigen Gangbangs, die häufig auch goldene
Duschen enthielten, an den heutigen Abend herangetastet. Dabei
geholfen hatte ihr besagter Manfred, den sie über ein Datingportal
kennengelernt hatte, wo er explizite Veranstaltungen organisierte.
Sie war mittlerweile ein Dauergast seiner Partys und hatte dadurch
schnell eine überregionale Bekanntheit erreicht. Aus ganz
Deutschland, Benelux und der Schweiz reisten mittlerweile die
experimentierfreudigen Herren an, um sich mit Jamila zu vergnügen.
Einigen dieser Sessions hatte ich beigewohnt, auch wenn mir meine
Arbeit wesentlich weniger Freizeit ließ als Jamila, die hier einen
Ausgleich zu ihrem fordernden Studium fand.
Schon lange "brauchte" sie mich nicht mehr als Regisseur ihrer
Ausschweifungen und Grenzerfahrungen. Sie hatte sich in den letzten
drei Jahren zunehmend von mir emanzipiert, was aber unserer
Beziehung nur förderlich war. Wie eine seltene Blume der Unterwelt
blühte sie auf und eroberte sich die Welt der verbotenen Genüsse,
die sie so begehrte. Wann immer ich wollte, war ich frei, sie dabei
zu begleiten, doch gab es immer weniger Zwänge zwischen uns. Im
gleichen Ausmaß steigerte sich ihre Bereitschaft, sich mir
hinzugeben -- in einer Weise, die zunehmend alle mir bekannten
Begriffe und Kategorien sprengte.
Und so führte ihr Weg in diesen Club im Industriegebiet einer Stadt
und in eine Lache aus den Ausscheidungen von 22 Männern. Das einzige
was Jamila nun noch fehlte, war ihr Taxi nachhause. Denn bei aller
Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen: die Befähigung zum
Autofahren besaß sie nicht.
***
Während ich mir meine Gedanken machte, spielte Jamila weiter mit den
Händen im Urin und goss sich den trüben Nektar über ihren Körper.
Olfaktorische Zumutung hin oder her, aber ihr Anblick erregte mich
dabei enorm, so dass ich wieder anfing, sie zu fotografieren. Sie
zelebrierte die Aufmerksamkeit und posierte für mich in ihrer
außergewöhnlichen Lage.
Ihre Hände glitten über ihren feuchten Körper, drückten ihre Brüste
zusammen, spielten mit den harten Warzen, verrieben Sperma und Urin
auf ihrer Haut. Mit Gespür fürs Dramatische hob sie schwungvoll
ihren Kopf in die Höhe, so dass ihre vollgesogenen Haare einen Bogen
beschrieben und schwer auf ihre Brust klatschten, wo sich ihre nasse
Last wie goldener Regen entlud. Sie war eine Künstlerin der Extreme.
In meiner Hose regte sich eine Erektion. Ich schoss Foto um Foto.
Dann schaltete ich die Videofunktion an und begann zu filmen.
"War es schön für dich?"
Jamila schaute lasziv-verträumt in die Kamera und ließ ihre Finger
wieder zwischen ihre Beine rutschen. Dann fing sie an zu erzählen:
"Es war unglaublich. Wunderschön. Einfach unfassbar geil. Ich bin
seit 18 Uhr auf dieser Matratze, habe mich kein einziges Mal
fortbewegt." Sie kramte eine weitere vorgedrehte Zigarette aus ihrem
Tabakbeutel, der auf einem runden Tablet im Trockenen lag, zündete
sie an und nahm einen tiefen Zug.
"Alle 22 Männer haben mich gefickt, stundenlang. Ich habe ihnen die
Schwänze gelutscht, sie haben mich angepisst, den ganzen Abend lang,
immer wieder und wieder." Jamila kicherte. "Sie haben zwischendurch
literweise Wasser, Bier und Weinschorle getrunken, ich glaube so
viel wurde hier noch nie an einem Abend weggetrunken. Und alle haben
mich angespritzt, manche sogar mehrmals. Er war grandios. Eine
einzige gottlose Sauerei!"
"Ganz nach deinem Geschmack?"
Sie zog wieder an ihrer Zigarette. "Ganz genau nach meinem
Geschmack! Glaub mir, es war ein unglaublich geiles Gefühl, so im
Mittelpunkt zu stehen. Ich kam mir so sexy und begehrt vor, eine
tabulose Göttin, der von ihren Lakaien gehuldigt wird."
Das Kopfkino sorgte mittlerweile für Wallungen bei mir, meine
Erektion drückte schmerzhaft gegen meine Hose. Fast vergaß ich, wo
wir waren. Doch nur fast.
"Ich will ja nichts sagen, aber du riechst ziemlich streng!"
Jamila musste laut lachen: "Ich dufte!"
Ich schüttelte den Kopf: "Ich weiß nicht, wie du das schaffst,
dieser Geruch, wie du das einfach so ausschalten kannst."
Jamila nahm eine dicke Strähne ihrer Haare in die rechte Hand und
roch daran. Dann richtete sie ihren Blick direkt in meine Kamera:
"Wer sagt, dass ich es ausschalte? Die Kunst ist, es zu genießen.
Man kann es üben, sich darin trainieren. So wie mit allem anderen
auch. Findest du es denn ekliger als die andere Sache?"
Das war eine interessante Frage. Wir praktizierten schließlich
weitaus "schmutzigere" Dinge, als dies, auch wenn mich Jamilas
braune Leidenschaften durchaus einiges an Überwindung kosteten.
Während ich darüber nachdachte, wrang Jamila die Haarsträhne aus,
woraufhin das Desiderat aus 22 männlichen Nieren sich in einem
feinen Strang zwischen ihren Brüsten ergoss.
Jamila lächelte mich verführerisch an. "Ich kann sehen, wie es dich
erregt, mich so zu sehen."
Sie berührte mit den Fingerkuppen ganz sacht die Schwellung in
meiner Hose. Es reichte, um mich erbeben zu lassen. Wie unter
Hypnose suchte meine linke Hand die Gürtelschnalle, den Knopf und
den Reißverschluss, öffnete meine Hose.
"Gefällt dir der Gedanke, dass so viele Männer sich mit mir vergnügt
haben? Ihre dicken, geilen Schwänze zwischen meinen Lippen, wie sie
meinen Mund ficken, meine Pussy..."
Ihre Hand rutschte in meine Hose, griff nach meinem pochenden Penis,
zog ihn hervor, begann ihn zu massieren. Ich keuchte vor Geilheit,
wieder hatte sie mich, sie war unwiderstehlich.
"Ja, das dachte ich mir!" Sie lachte in das Objektiv. "Du findest es
eklig, wie ich hier in der Pisse liege, bedeckt von Ausscheidungen,
wie eine menschliche Toilette, aber eigentlich macht es dich geil,
du brennst vor Verlangen, Teil davon zu sein, dich ebenfalls auf mir
zu entleeren. Du liebst den Schmutz."
Ihre Handbewegungen wurden fester, fordernder. Ich stöhnte laut,
meine Beine begannen vor Geilheit zu zittern. Natürlich hatte sie
recht. Das Verlangen war eine schier übermenschliche Macht, sie zog
uns hinan, über alle Grenzen hinweg. Jamila hatte gelernt, sich
hinzugeben, ohne Scham zu empfinden, sie hatte sich restlos von den
Zwängen der Gesellschaft befreit. Für mich war es immer noch eine
Prüfung, aber schon längst war ich der gleichen Lust verfallen, wie
sie. Denn sie hatte recht: wir liebten den Schmutz, er war unser
Purgatorium.
Mit festem, gierigem Griff krallten sich die Finger meiner linken
Hand in ihre nassen Haare, als sich ihre Lippen um meinen Schwanz
schlossen. Der Gedanke, dass diese Lippen zuvor zwei Dutzend andere
Männer befriedigt hatten; fremde, beliebige Männer, die ein
glücklicher Zufall an diesen Ort und auf diese Matratze geführt
hatte, sandte heiße Wellen der Erregung durch meinen Körper.
Es dauerte nur wenige Minuten, bis ich, grunzend und röchelnd, in
ihren Mund ejakulierte.
Jamila saugte hingebungsvoll die letzten Tropfen aus meiner Eichel.
Dann schluckte sie mit einem süffisanten Lächeln mein Sperma.
"Wusste ich's doch, dass dich das geil macht!"
Ich lachte, immer noch außer Atem: "Ja, wer hätte das gedacht!" Und
dann, nach einer Atempause, ich konnte es mir einfach nicht
verkneifen: "Aber ernsthaft: du stinkst! So kommst du nicht in mein
Auto!"
Jamila lachte laut und bewarf mich mit einer Hand voll Eiswürfel:
"Du alter Spießer! Ich dachte, dass du mich so nachhause
mitnimmst..."
"Ja klar, das hättest du gerne. Sie, mein Fräulein, dürfen jetzt
duschen gehen!"
Zur Bestätigung klatschte ich ihr fest mit der Hand auf den nassen
Po, während Manfred ihr ein Badehandtuch reichte und ihr beim
Aufstehen half. Erst jetzt realisierte ich, dass sich immer noch ein
halbes Dutzend Männer an der Bar befanden, die uns mit großem
Interesse zugeschaut hatten. Sie grinsten sich einen ab, während
Jamila in ihre Badeschlappen schlüpfte und sich mit dem Handtuch
abtrocknete.
Einer der Männer sprach mich an und bekundete seine Begeisterung:
"Die ist ja mal richtig scharf die Kleine. So was Versautes hab ich
noch nie erlebt!" Die Männer um ihn herum nickten zustimmend. "Wie
die sich ficken und vollpissen lässt, der helle Wahnsinn! Und so
authentisch, echt und ungespielt! Eine richtige kleine
Vollblutschlampe." Wieder gab es Nicken und Laute der Zustimmung,
ein anderer Mann ergänzte: "Ja, man merkt einfach wie viel Spaß es
ihr macht. Das ist wirklich selten. Respekt, wenn es deine ist!"
Ich musste lachen, während wir gemeinsam Jamila nachblickten, die in
Richtung der Duschen schlurfte. Ja, da hatten sie Recht, es war ein
Privileg, auch wenn sie nur einen Bruchteil von dem wussten oder
verstanden, was Jamilas Sexualität und mein Verhältnis zu ihr
ausmachte. Sie waren Teil von etwas Großem geworden, dessen
Bedeutung sie nur erahnen konnten. Und doch waren sie glücklich und
zufrieden. Alle gingen nachhause im Gefühl, etwas Schönes und
Erfüllendes erlebt zu haben, bereichert um bedeutende Erfahrungen.
Und darum ging es im Leben.
***
Es war immer noch ein lauschig-warmer Sommerabend, als ich mit
Jamila im Arm zurück zum Auto lief. Sie hatte sich nach dem Duschen
nur ein dünnes, kurzes Sommerkleid übergezogen, darunter war sie
nackt. Die physischen Spuren des vergangenen Exzesses waren
abgespült und von wohlduftenden Essenzen überdeckt. Die Erfahrung
dagegen war frisch und würde einige Zeit brauchen, um sich setzen zu
können. Was der heutige Abend für Jamila bedeutete, würde erst die
Zukunft erweisen.
Es war ein weiterer Schritt auf ihrem Weg zur Selbsterkenntnis. Und
der Weg war das Ziel.
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