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Thema: "Fetisch-Geschichten"

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Versklavt und benutzt


Ich (Nora), werde von meiner Freundinn Annabel erpresst, versklavt und benutzt.
Wir kennen uns jetzt schon seit zwei Monaten und haben uns eigentlich auf Anhieb gut verstanden, Annabel und ich, auch wenn wir zwei komplett unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Wir sind im gleichen Philosophie-Kurs und privat auch schon unzertrennlich. Auch vom Aussehen unterscheiden wir uns stark: während Annabel dem Gothic-Style verfallen ist, bin ich eher der „Top mit enger Jeans und Sneakers“-Typ. Annabel hat zudem lange schwarze Haare, die ihr bis auf den Rücken reichen und die immer wieder meinen Neid hervorrufen, da meine blonden Haare nur schulterlang sind. Womit ich mich zumindest trösten konnte war, dass ich ausladendere Brüste habe, auf die sie wohl auch ein wenig neidisch ist. Was mich jedoch besonders an ihr anzieht, ist ihre bestimmende, fast dominante Art. Das muss wohl daran liegen, dass ich mir häufig vorstelle, wir es wohl wäre, mich einmal von einer Domina erziehen zu lassen. Dabei könnte ich dann bestimmt meiner zweiten Passion nachkommen, nämlich den Schuhen und Füßen von anderen Mädchen. Bisher habe ich in beiden Bereichen noch keine Erfahrungen gesammelt, was wohl auch daran liegt, dass ich ziemlich schüchtern bin. Bei manchen Vorlesungen träume ich mich unter die bestiefelten Füße einer strengen Herrin, der ich zu Diensten sein muss. Heute ist wieder so ein Tag und ich werde grade von einer Herrin, die Annabel erstaunlich ähnlich sieht, gezwungen vor ihr zu kriechen und die Spitzen ihrer Stiefel zu küssen. Ich fühle mich so gedemütigt als plötzlich… „Ey, hast du die blöde Aufgabe gemacht, von der der grade faselt?!“ Annabel hatte mich angestoßen und aus meinen Träumen gerissen. „Wie jetzt? Welche Aufgabe?“, frage ich verdutzt. „Alles klar, hast mal wieder gepennt, hm?“, Annabel grinst und kaut dann demonstrativ auf ihrem Kaugummi. Heute hatte sie mal wieder ein wenig schwarzes Makeup aufgelegt, was ihr hervorragend stand. Ihre Augen glitzerten schelmisch und tief in mir hatte ich plötzlich das Gefühl, dass sie genau wusste, woran ich gedacht habe. Ich wandte mich ab und versuchte der Vorlesung zu lauschen, was mir nur sehr schwer gelang. Immer wieder wanderten meine Blicke zu Annabel, über ihre enge schwarze Jeans mit den Flicken, das schwarze Shirt mit dem Metallica-Logo und den locker geschnürten Buffalo Plateaus, natürlich auch schwarz. Ich schaute wieder nach vorne und in Gedanken kniete ich vor Annabels Füßen und sie stand hoch über mir und schaute auf mich herab. „Was geht n heut abend?“, wollte sie in dem Moment von rechts wissen. Ich schaute sie etwas verdutzt an, noch ganz von dem Bild in meinen Gedanken gefangen. „Ist schon gut, träum weiter“, grinsend wandte sie sich den Kritzeleien auf dem Bild zu. „Bei Chris steigt heute abend ne Party. Bestimmt irgend nen Geburtstag, haste Bock hinzugehen?“. Annabel kaute demonstrativ auf dem Kaugummi und schaute mich vielsagend an. „Eigentlich geht mich der Kerl sonst wo vorbei, aber ist ne gute Gelegenheit was zu trinken abzugreifen und n paar Kerle aufzureißen, oder?“. „Jo, muss mich dann aber noch schnell umziehen“. Mein Outfit taugte nicht für ein Feier, ein weiter Pulli, eine abgewetzte Jeans und abgelatschte Sneakers, die langsam auseinander fielen. „Muss ich dann wohl auch noch“, knurrte Annabel, die nicht sehr begeistert schien. Insgeheim stellte ich mir die Frage, ob sie überhaupt elegante oder ordentliche Klamotten besaß. Da der Prof grade die Vorlesung beendete, packte ich meinen Sachen zusammen und verabredete mich um 19:00 mit Annabel bei ihr daheim.
Zuhause stellte ich mich erstmal unter die heiße Dusche und versuchte die Aufregung zu unterdrücken, die immer dann aufkam, wenn ich mit Annabel irgendwo hin ging. Als Kleidung für den Abend wählte ich einen schwarzen String + BH, eine eng anliegende schwarze Stoffhose und ein schwarzes Top mit einigen glitzerden Perlen besetzt. Irgendwie hatte ich heute Lust auf schwarz. Dazu fehlten jetzt noch die passenden Schuhe. Ich durchwühlte meinen Schrank, fand aber nur ein paar weiße Sneakers mit schwarzem Puma Logo. Muss gehen, dachte ich mir, ist wenigstens ein Blickfang. Im Bad trug ich mir noch ein wenig dunklen Lidschatten auf, jedoch nicht so stark wie Annabel das immer tat, dazu fehlte mir der Mut. Ich schmiss mir noch eine kurze schwarze Lederjacke über und fuhr zu Annabel. Sie öffnete die Tür, ließ mich herein und ich war sehr überrascht. Sie trug ein ähnliches Outfit wie ich, nur ohne Glitzern auf dem Top, schicken Stiefeln mit 5cm Absätzen, sowie ein langärmliges Top und einen Ledermantel, der fast bis zum Boden reichte. Ich grinste breit. „Na, fast Partnerlook, zumindest von der Farbe!“. „Das ist nicht dein Ernst, oder?“, sie starrte auf meine Sneakers. „Ey, die Schuhe willst du nicht wirklich dazu anziehen, oder?“. „Wieso nicht?“, antwortete ich verblüfft. „Weil das Scheiße aussieht, Süße! Hast du nix dazu passendes?“, „Nein, nur Pumps und darauf hatte ich keinen Bock.“. Sie überlegte kurz. „Wart mal, ich hab ne Idee.“ Sie verschwand kurz im Flur und kam kurz darauf mit ihren schwarzen Buffalos zurück. Ich war total perplex, denn ich hatte immer davon geträumt mal an ihre Schuhe zu kommen, mich aber nie getraut zu fragen. Insgeheim fragte ich mich auch, wie sie wohl duften würden, denn ich sah sie fast jeden Tag in den Teilen rumlaufen. „Hier, zieh an!“, sagte sie schon fast gebieterisch, „sind zwar schon etwas abgelaufen, aber sehen bestimmt um Welten besser aus als die weißen Dinger da. Ich geh mir noch eben etwas Wimperntusche auftragen, bin gleich zurück, dann können wir auch los.“. Mit knallenden Absätzen verschwand sie Richtung Badezimmer, ich konnte die Tür zufallen hören. Nun stand ich in der Wohnung dieses traumhaften Mädchens, hatte ihre abgelaufenen Buffalos, die sie noch vor einer Stunde an den Füßen hatte, in der Hand und war allein. Wie in Trance schob ich eine Hand in einen der Schuhe. Vorne konnte ich die Vertiefungen ihrer Zehen spüren, dabei fragte ich mich, wie ihre Zehen wohl ausschauen mögen und wann ich sie mal zu Gesicht bekommen würde. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sie sogar noch leicht feucht waren vom tragen. Ich nahm die Schuhe näher unter die Lupe. Außen sahen sie noch ganz ok aus, fast wie neu. Sie muss sie wohl gut pflegen, schloss ich daraus. Innen sah es anders aus: der hintere Teil der Ferse war aufgerissen, wohl vom ständigen Rausschlüpfen. Ich hatte sie sie schließlich noch nie fest geschnürt tragen sehen. Das nächste was ich unbedingt erkunden musste, war, wie diese Schuhe wohl duften würden. Langsam führte ich sie ans Gesicht, dabei sog ich die Luft durch die Nase ein. Als ich mich dem Schuh bis auf 10cm genähert hatte, schlug mir ein herrlicher Duft entgegen: die Mischung aus Leder, einer Prise Waschmittelgeruch und einem Duft nach verschwitzten Füßen, nicht zu intensiv dass es käsig war, aber doch gut wahrnehmbar. Am liebsten hätte ich mein Gesicht in den Schuh gedrückt, allerdings unterbrach mich dabei das Geräusch der sich öffnenden Badezimmertür. Blitzschnell nahm ich den Schuh aus meinem Gesicht, auch keine Sekunde zu spät, denn schon kam Annabel mit knallenden Absätzen um die Ecke. „Bist du immer noch nicht fertig? Passen sie nicht?“ Mir schoss das Blut ins Gesicht und es rauschte in den Ohren. „Ähm… hab ich noch gar nicht probiert, hab eben noch ne SMS gelesen, sorry…“ Annabel verzog das Gesicht. „Dann aber mal flott, ich will los! Oder brauchst du Hilfe beim Anziehen?“, sie schmunzelte. Der Gedanke, dass sie mir ihre eigenen Schuhe anziehen und zubinden würde, war durchaus aufreizend, also ging ich aufs Ganze: „Das wäre echt lieb von dir! Kannst du das denn?“, grinse dabei hämisch. Annabel zog eine Augenbraue nach oben und zeigte mir dann demonstrativ ihren Mittelfinger. Eine eindeutige Antwort. Aber ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass sie anders reagieren würde. Ich setzte mich also auf das Sofa und schlüpfte aus meinen Pumas. „Du, welche Größe hast du?“ fragte ich scheinheilig. Ich wusste es schon längst, aber ich wollte es aus irgendeinem Grund noch mal aus ihrem Mund hören. „Die müssten 40 sein. Passt dir das?“, „Joa, hab so 39, eher mehr. Darf ich sie denn vorne vernünftig zubinden?“, „Na gut, wenn du sie mir später wieder so bindest wie du sie bekommen hast.“. Ich begann sie genüsslich aufzuknoten und schlüpfte dann schließlich mit meinen Füßen hinein. Sie waren schon reichlich ausgelatscht, aber es war ein aufregendes Gefühl, wenn man sonst nur enge Sneakers trägt. Ich band sie kräftig zu, so dass sie schön eng an den Füßen anlagen. Es war ein tolles Gefühl die Schuhe dieses coolen Mädchens zu tragen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es schon 20 Minuten her war, dass Annabel ins Bad ist. So lange nur zum Auftragen von Wimperntusche? Und sie sah auch gar nicht verändert aus. „Und, fertig?“, fragte sie gelangweilt, „Geile Schuhe, gefallen mir gut!“. Annabel lächelte schelmisch, als wüsste sie die Bedeutung von „geil“ ganz genau zu deuten.
Ich genoss den Weg zur Bushaltestelle und wir plauderten über dies und das, über Professoren, Kerle und was für Filme grad im Kino liefen. Dabei hatte ich mir ganz fest geschworen es langsam angehen zu lassen und nicht die ganze Zeit über Schuhe oder ähnliches zu reden. Dafür würde ich noch oft genug Zeit haben, so hoffte ich zumindest. Als wir auf der Feier ankamen, war schon verdammt viel los und wir drängten uns erstmal durch die Wohnung, bis zu der Stelle, wo es die Getränke gab. Wir schnappten uns beide eine Whisky-Cola und ich begann ein wenig herumzuschlendern und mit ein paar Leuten zu plaudern. Den Mädels fielen natürlich die Buffalos auf, weil ich sonst nur mit Sneakers unterwegs war. Aber die meisten äußerten sich positiv über mein Outfit und ich bekam auch so manchen Blick der Jungs auf meinen Hintern oder die Schuhe mit. Auf die Frage hin, mit wem ich denn da sei, antwortete ich: „Mit Annabel.“ – „Etwa die schwarze Annabel?“ – „Die da, ja!“, deutete auf Annabel. „Man sieht es dir an. Sei vorsichtig, die soll ziemlich abgedreht sein und außerdem noch auf Frauen abfahren.“. Das entrang mir ein gequältes Lächeln und die Versicherung, schon auf mich aufpassen zu können. Ich beobachtete Annabel den Abend sehr ausgiebig. Das einzige was mir auffiel, war, dass sie eine Menge Alkohol in sich reinschüttete und sich hauptsächlich mit den Mädels unterhielt. Meist waren das aber nur kurze Unterhaltungen. Daraus schloss ich, dass Annabel bei den anderen wohl nicht sonderlich beliebt war. Nachdem ich allen Bekannten einen Besuch abgestattet hatte, dabei noch den einen oder anderen Longdrink genossen hatte, schnappte ich mir noch zwei Whisky-Cola und machte mich auf den Weg Annabel zu suchen. Ich fand sie im Wohnzimmer auf der Couch, die Füße auf den Tisch gelegt. Dabei schien sie mit geschlossenen Augen der Musik zu lauschen. Ich ließ mich neben sie fallen, was bei ihr keine Reaktion auslöste. Ich stupste sie an: „Ey Annabel, alles klar? Hab uns was zu trinken besorgt!“ Sichtlich gelangweilt nahm sie mir das Glas ab, stieß mit mir an und trank das halbe Glas ohne Abzusetzen. „Hey, du schaust echt mies aus! Nichts geangelt?“, grinse dabei schelmisch. „Nee, glaube die haben alle Angst vor mir. Aber ist nix Neues, bin ich gewohnt!“ Dabei fällt mir auf, dass ein Hosebein bei ihr hochgerutscht ist und man ihren Stiefel wunderbar betrachten kann. Der ganze Schaft ist mit kleinen Schnallen bedeckt, die bis knapp unter das Knie reichen. Allein der Anblick lässt mich erschaudern vor Erregung. „Welcher Kerl schmilzt bei solch einem Anblick nicht dahin?“, deute auf deine Beine. „Pah, die Kerle…“, sie nimmt einen weiteren tiefen Schluck. „Dann stimmt es?“, frage ich leise. Ihr Kopf saust herum und ihre braunen, von Alkohol getrübten Augen fixieren mich eiskalt. „Was stimmt?“, zischt sie fast unhörbar. Ich werde knallrot, doch der Alkoholpegel erlaubt mir frei auszusprechen, was ich sonst kaum wagen würde: „Dass du auf Frauen stehst…“. Sekunden vergehen. Mir wird klar, dass ich vielleicht grade eine meiner wenigen Freundschaften hier zerstört habe und sie gleich wutentbrannt rausstürmen wird. Doch sie schaut mich nur unverändert an. Mit leiser Stimme antwortet sie: „Und wenn schon? Würde das irgendwas ändern?“. Ich grinse breit. „Türlich nicht, ich hab da kein Problem mit, finde ich nur gut zu wissen!“. Einige Sekunden herrscht Stille zwischen uns. Annabel schaut wieder in ihr Glas und mein Blick wandert wieder über ihren Körper. Und bleibt natürlich an ihren Stiefeln hängen. „Das sind übrigens sexy Stiefel“, versuchte ich das Gespräch anzufangen, „habe dich noch nie mit gesehen“. Sie grinst endlich wieder und antwortet: „Trage ich nicht oft, sind schon fast ein wenig zu sexy für manche Leute.“. „Wieso,“, sprudelt es aus mir hervor, „du siehst super darin aus! Und seit wann interessiert es dich, was die Leute denken?“. „Danke für die Aufmunterung, Süße! Ach übrigens, was warn das vorhin im Flur?“ Ich bin total verwirrt, was meinte sie wohl? „Was meinst du, vorhin auf dem Flur? Habe ich was Falsches gesagt?“ Sie stellt bewusst langsam das Glas weg. „Denk kurz drüber nach, ich besorg noch was zu trinken.“ Mit leicht schwankenden Schritten verschwindet sie in Richtung Hausbar. Inzwischen ist es ziemlich leer geworden, die meisten sind heim oder zu einer anderen Party weitergegangen. Meine Gedanken kreisen um Annabels letzte Aussage. Hatte sie was gemerkt? Aber sie war doch im Bad… Wobei, eigentlich war sie ziemlich lange im Bad, zu lange. Und dann sah sie danach auch noch unverändert aus. Sollte sie etwa… In dem Moment lässt sie sich neben mir aufs Sofa fallen und reicht mir ein Glas. Der Inhalt sieht eher nach Whisky mit einem Schuss Cola aus, als umgekehrt. Der erste Schluck beweist es, aber mir ist das im Moment ziemlich egal. Annabel rutscht an die andere Ecke des Sofas und legt die Füße darauf, so dass ihre Stiefel direkt vor mir liegen. Ich muss mich überwinden, sie nicht einfach zu berühren um zu erfahren wie sie sich wohl anfühlen, doch das hätte mich gleich verraten. Vielleicht war es ja nur eine harmlose Kleinigkeit. „Und?“, beginnt Annabel ziemlich beiläufig. „Wie und?“, antworte ich genauso beiläufig. „Vergesslich?“ – „Nein, wieso?“ – „Was hab ich eben gesagt bevor ich weg bin?“ – „Dass ich über was nachdenken soll?“ – „Genau. Und was?“ – „Keine Ahnung, du wolltest es mir ja nicht sagen.“, schaue Annabel bewusst verwirrt an. Annabel schaut in ihr Glas und bewegt dabei die Zehen in ihren Stiefeln, was mir keinesfalls entgeht. Ich überwinde mich jedoch, in ihr Gesicht zu sehen. Sie schaut auf und direkt in meine Augen, sie sieht erstaunlich nüchtern aus. „Erinnere dich doch mal was du vorhin im Flur getrieben hast, während ich“ – sie macht eine Pause – „im Bad“ – erneute Pause – „war. Jetzt die Erinnerung wieder da?“. Das war es also. Sie war nie im Bad gewesen, sondern hat mich – wie auch immer – beobachtet. Ich werde auf Anhieb knallrot. Ich nicke nur. Mir fehlen die Worte, ich habe tausend Fragen, aber die Demütigung ist stärker. „SIE WEIß ES.“ Der Satz hämmert durch meinen Kopf. Es war so peinlich. Mir war klar, dass sie mich zum allgemeinen Gespött machen könnte, ganz einfach, ganz schnell. Aber sie tat es nicht, sie saß einfach da. „Hast du alles gesehen?“, meine Stimme klingt eher wie ein Wimmern. Sie nickt nur und murmelt „Trink aus“. Wir trinken schweigend, ich kann ihr kaum in die Augen sehen, nur manchmal fällt ein Blick auf ihre Stiefelspitzen. Erwischt. Wie endlos peinlich.
Annabels nächster Satz ist dafür umso unfassbarer. Anstatt sich zu verabschieden und enttäuscht zu gehen sagt sie: „Lass uns zu mir gehen. Wir müssen reden“. Aha, reden will sie also. Mag mich noch mehr quälen und ausquetschen. Doch im Moment ist es mir recht, soll sie ihren Spaß haben bevor sie mich auslacht, mich raus wirft und die Story an der ganzen Uni rumerzählt. Ich war erledigt. Wortlos gingen wir zum Bus, uns teilweise gegenseitig stützend. Sie war erstaunlich angenehm zu spüren, stellte ich fest. Wie auch immer ich in solch einer Situation zu so einer Empfindung fähig war. Ich schob es erstmal auf den Alkohol.
Als wir bei ihr daheim waren, ließ ich mich erstmal auf ihr Sofa fallen und schloss die Augen. Während ich grade am einschlafen war, hörte ich ihre spöttische Stimme: „Wir zwei Hübschen wollten reden, nicht schlafen!“. Eigentlich war ich gewillt, das einfach zu ignorieren, jedoch war die Stimme so schneidend, dass ich abrupt wieder wach war. Diese Kälte und Überlegenheit in den Worten! Schwerfällig setzte ich mich aufrecht hin uns schaute Annabel ungewillt an. „Muss das jetzt sein?“, fragte ich müde. „Ja“ war die eiskalte Antwort. Erwatend schaute ich sie an. Langsam kam sie auf mich zu und setzte sich schließlich neben mich, ziemlich nah wie ich fand. Ihr erster Satz war: „Du stehst also auf Schuhe?“. Wow, ich hätte nicht erwartet, dass sie so direkt sein würde. Etwas perplex antwortete ich: „Ja, schon… aber… findest du das jetzt irgendwie krank oder so?“. Sie funkelte mich aus ihren dunklen Augen an. „Krank würde ich es nicht nennen, jeder hat so seinen… Fetisch“, „Du etwa auch?“, entgegnete ich. „Ja, aber wir reden hier von dir Süße. Auch Füße? Und Socken und so?“, „Ja“, murmelte ich, mein Gesicht war knallrot und ich konnte nur auf den Fußboden starren und hoffen dass diese Demütigung bald vorbei war. „Wie bitte, ich habe das nicht verstanden, was hast du gesagt?“, stellte sie sich taub. Ich stöhnte innerlich auf, sie machte das mit purer Absicht. Aber je schneller ich ihr eine Antwort gegeben hatte, desto schneller war es auch vorbei. Also sagte ich mit fester Stimme: „Ja, ich stehe auf Schuhe, Socken, Füße, das volle Programm. Jetzt zufrieden?“, „Ja“, sagte sie triumphierend und zog ihr Handy hinter dem Rücken hervor. Sie hatte meine komplette Beichte aufgezeichnet, in mir keimte die Angst auf. Was sie wohl damit vor hatte? „Was soll das?“, fragte ich verängstigt. Mit einem schnippischen Grinsen spielte sie die Aufzeichnung ab. „Jetzt ist es vollständig.“, daraufhin zeigte sie mir noch ein Video, auf dem ich zu erkennen war, wie ich meine Hand in ihren Schuh schob und ihn vor die Nase hielt. „Was hast du nun damit vor?“, fragte ich zitternd. „Ach Nora, du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich bis jetzt nix davon gemerkt habe, oder? Die Blicke, die du immer wieder verstohlen unter meine Bank wirfst und glaubst, dass ich es nicht merke. Dein ständiges Geträume in den Vorlesungen. Ich hatte schon lange den Verdacht, dass du es auf meine Füße abgesehen hast. Auch dein ständiges harmloses Geplauder über irgendwelchen Sneakers, und welches Mädel schon wieder neue hat und so weiter und so weiter. Das war alles viel zu auffällig Süße, findest du nicht?“. Ich schweige sie nur an, meine Blicke auf die Spitzen der Buffalos gerichtet. Unbeirrt fuhr sie fort: „Die anderen haben das bestimmt noch nicht gemerkt, weil sie nicht so oft mit dir zusammen sind. Aber ich habe schon gemerkt, dass du einige schon auf ihre Sneakers angequatscht hast. Würde man denen sagen, dass du total drauf abfährst… die würden es sofort glauben, meinst du nicht?“. Eine eisige Klaue grub sich durch meine Magengegend. So lief der Hase also. „Willst du mich erpressen?“, stieß ich wütend hervor. Sie schaute mich ganz verwundert an. „Nora, was denkst du von mir?“, dann wieder dieses bösartige Grinsen. Am liebsten hätte ich ihr die Augen ausgekratzt, doch wenn ich mich jetzt auf sie stürzen würde und ihr das Handy entringen würde, könnte sie immer noch Gerüchte in Umlauf bringen, die mir das Genick brechen würden. Ich verwarf diese Idee und blickte sie an, darum bemüht die Tränen zurückzuhalten. Mit aller Kraft die ich noch aufbringen konnte in meiner Stimme fragte ich sie leise: „Was willst du von mir?“ Sie lachte. Und sie lachte laut. Ich kam mir so elend vor. „Was ich von dir will? Gib mir erstmal einen guten Grund diese Sachen“, sie winkte mit dem Handy, „ nicht zur Uni-Zeitung zu geben oder ins Internet zu stellen.“. „Aber warum tust du das? Was hab ich dir getan?“ „Nichts, aber den Spaß lasse ich mir bestimmt nicht nehmen, vielleicht sollte ich es glich hochladen…“ Sie machte Anstalten aufzustehen. „Nein, Annabel!“ ich umklammerte ihren Arm und schaute sie flehend an. Sie riss sich los und stand auf, schaute auf mich herab. Mir standen die Tränen in den Augen. Ich rutschte vom Sofa und kniete vor Annabel. „Bitte Annabel, tu es nicht.“ Die Tränen liefen mir aus den Augenwinkeln und tropften auf ihre Stiefel und den Boden. „Du gefällst mir, wie du so kniest. Fast wie auf den Bildern auf deinem PC.“ Scharf sog ich die Luft ein. Wie konnte sie das nur schon wieder wissen? Als hätte sie meine Gedanken gelesen, sagte sie sanft: „Lass niemals jemand allein an deinem PC sitzen“. Siedend heiß fiel mir ein, dass wir letzte Woche zusammen bei Ebay nach ein paar Lederklamotten geschaut hatten. Da muss sie, als ich auf Toilette war, meinen Bilder-Ordner aufgemacht haben und die Bilder mit den fixierten Sklavinnen und der reizenden Domina in dem Lackanzug gesehen haben. Verdammt! Ich war so blöd! „Miststück.“, flüsterte ich. „Wie bitte?“, erwiderte sie schon fast schreiend. Sie krallte eine Hand in meine Haare und zog meinen Kopf zurück. Dann kam sie mit ihrem Gesicht genau vor meines. „Ich wette du möchtest mir jetzt ins Gesicht spucken, aber dann geht das Video garantiert raus. Und einen netten Beitrag schreibe ich dazu auch noch. Du bist dir dem Erst deiner Situation wohl noch nicht ganz bewusst, hm? Überleg mal, wer zerreißt sich schon das Maul über mich, wenn es noch die perverse Nora gibt, die ist ja viel interessanter, was meinst du?“ Das Glitzern in ihren Augen war mörderisch. Immer noch rannen mir Tränen über das Gesicht. Sie ließ mich los, ich sackte zusammen und schluchzte. Ich war ihr ausgeliefert, sie würde mich lächerlich machen ohne mit der Wimper zu zucken. Vor Verzweiflung versuchte ich ihre Beine zu umklammern, bekam dafür jedoch nur einen Tritt in die Seite. „Spar dir das“; sagte sie kalt, „du bekommst noch eine letzte Chance.“ Mit verheultem Gesicht sah ich zu ihr auf, sie war so groß und schaute mich mit eisigem Blick an. Fast wie eine Domina, dachte ich. Sollte es das sein, was ich mir immer gewünscht hatte? Mit brüchiger Stimme sprach ich die Worte, die ich schon im Internet so oft gelesen hatte: „Herrin Annabel, bitte verfügt über mich, benutzt mich und bestraft mich. Ich bin euer Eigentum.“ Sie grinste nur, als hätte sie es nicht anders erwartet. Auch wenn dieser Moment unglaublich demütigend für mich war, verspürte ich ein Prickeln in meinem Schoß. Sollte es vielleicht doch nicht so schlimm werden?

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